Geprägt von Leonard Bernstein und Seiji Ozawa als Mentor und Lehrer in New York und Tanglewood, hat er in der Zwischenzeit die Welt als Dirigent erobert.

In dem legendären Opernhaus von Manaus hat er seine musikalische Visitenkarte abgegeben, ebenso wie in Paris, London, Mailand, Neapel, Wien, Berlin, Istanbul, Minsk, Karthago, Budapest, Helsinki und Oslo.

Seine musikalische Bandbreite reicht von Konzerten mit Dame Margret Price, Lucia Aliberti bis zu Helene Fischer, der Rockgruppe Yes und Conchita mit Orchestern wie dem BBC Concert Orchestra, dem Radio Symphonieorchester Stuttgart, den Hamburger Symphonikern und dem Radioorchester Oslo.

Als ständiger Gastdirigent ist Wilhelm Keitel der Bolshoi Oper Minsk und dem Radio- und TV-Orchester Belarus eng verbunden. Seine Produktionen wurden aufgenommen und ausgestrahlt von SWR, BR, NDR, RAI, BBC, BRTV, ORF und Norwegischer Rundfunk. Er hat Bücher über Mozart und Rossini veröffentlicht und eigene Festivals gegründet.

Geboren in Schwäbisch Hall, studierte Wilhelm Keitel bei Wolfgang Trommer in Düsseldorf, Charles Mackerras in Wien sowie bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa in Tanglewood und New York.

1984 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg verbunden mit einer Assistenz bei Christoph Eschenbach und dem Tonhalle-Orchester in Zürich sowie in Covent Garden, London.

1986 war Wilhelm Keitel Assistent von Zoltan Pesko an der Grand Opera, Paris, und Gastdirigent an diversen Opernhäusern in Deutschland und in der Schweiz.

Im Juni 1987 dirigierte er Glucks Orfeo ed Euridice in Stuttgart, eine viel beachtete Aufführung, die aufgezeichnet und verfilmt und im Sommer 1998 wieder aufgenommen wurde.

Es folgten Auftritte an den Opernhäusern in Turin, Neapel, Prag und Budapest. Im April 1997 gab Wilhelm Keitel sein Südamerika-Debüt im Opernhaus von Manaus mit Carmen und La Traviata. Über dieses Ereignis wurde weltweit berichtet.

Im August 2002 folgte eine Produktion von Madama Butterfly in Tijuana/Mexiko, die in den südamerikanischen Medien größte Aufmerksamkeit erfuhr, ebenso wie die italienische Erstaufführung der kritischen Ausgabe von Rossinis Oper Mosè in Egitto in Sassari im Herbst 2005.

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für SWR, SDR, NDR, RAI, BBC, Norwegischer Rundfunk und ORF, Gründung und künstlerische Leitung des Festivals ROSSINI IN WILDBAD (1989-91), des PUTBUS FESTIVAL auf der Insel Rügen (1992-2000), des Opernfestivals CANTO BAYREUTH sowie Buchveröffentlichungen über Mozart und Rossini runden weit gespannte Tätigkeiten ab.

1994 gründete Wilhelm Keitel das MINSK ORCHESTRA. Mit diesem Ensemble gastierte er 1995 beim Menuhin Festival in Gstaad, beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Eine erste gemeinsame Opernproduktion mit dem Teatro Gentile in Fabriano im September 1996 brachte einen überwältigenden Erfolg in Italien.

1997 standen eine Konzerttournee durch Österreich und Deutschland – u. a. im Konzerthaus Wien und in der Philharmonie Berlin – sowie die Einspielung sämtlicher Sinfonien von Franz Schubert mit dem MINSK ORCHESTRA auf dem Programm.

2001 folgten viel beachtete Erfolge bei den Festivals in Gstaad und in Tirol und beim Europäischen Musikfest in Stuttgart. Die ausgedehnte Europa-Tournee mit der Rockgruppe YES mit über 40 Konzerten in allen wichtigen Städten Europas im Herbst 2001 wurde auf DVD dokumentiert.

2003 gründete Wilhelm Keitel ein eigenes Label. Seitdem erschienen drei CD-Produktionen, darunter Rossinis Tancredi mit dem Altus Matthias Rexroth in der Titelrolle.

Seit 2000 kooperiert Wilhelm Keitel mit der BOLSCHOI OPER MINSK. Eine große Publikumsresonanz mit ausverkauften Vorstellungen brachten die Opern-Open Air-Tourneen 2000-2008 mit Verdis Nabucco, Aida und La Traviata, Bizets Carmen, Mozarts Die Zauberflöte, Puccinis Turandot und Madama Butterfly und Orffs Carmina Burana durch Deutschland (Berlin, Waldbühne), Österreich (Wien, Schloss Schönbrunn) und Tunesien (Karthago).

Über 40.000 Zuschauer sahen die Zauberflöten-Produktion (Ausstattung: Wolfgang Thiel) auf einer großen Frankreich-Tour 2006 (u. a. Marseille, Lyon, Paris: Palais des congrès) und mehr als 6.000 im Hallenstadion in Zürich im April 2008.

2007/2008 war Wilhelm Keitel künstlerischer Leiter des Festivals MONSCHAU KLASSIK, bei dem er 2008 mit dem Doppelabend Così fan tutte/L‘Elisir d‘amore in der Regie von Anette Leistenschneider und im Bühnenbild von Karel Spanhak neue Akzente setzte.

Von der Presse einhellig bejubelt und als musikalisch beste Produktion der letzten Jahre gefeiert, gelang dem Dirigenten mit den sechs Aufführungen von Puccinis Tosca beim Festival MUSIK & THEATER SAAR 2008 ein besonderer Höhepunkt.

Seiner heimlichen Leidenschaft für die Operette huldigte Wilhelm Keitel von 2008 bis 2014 auf der Allgäuer Freilichtbühne. Lockte sein Zigeunerbaron im ersten Jahr über 20 000 Besucher nach Altusried, so zog sein Operetten-Ensemble 2010 mit Carl Zellers Vogelhändler bereits über 25 000 Besucher in seinen Bann. Höhepunkt des Sommers 2010 aber war die Aufführung des Schwarzwaldmädel an der Skisprungschanze Titisee/Neustadt. Die umjubelte Inszenierung am ungewöhnlichen Spielort wurde vom SWR Fernsehen aufgezeichnet und ging 2013 auf große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit den Open Air-Produktionen My Fair Lady (2012)und Im weißen Rössl (2014) konnte Wilhelm Keitel mit seinem Ensemble das Publikum aufs Neue begeistern.

Neue Pfade betrat der Dirigent zusammen mit dem Orchester der Bolschoi Oper Minsk als musikalischer Begleiter auf der großen Helene-Fischer-Tour 2011, die durch ganz Deutschland, Schweiz, Dänemark bis zur Waldbühne nach Berlin führte. Die ausverkaufte Tournee wurde in der Köln-Arena aufgezeichnet und seither mehrfach im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.

Diese Erfahrungen brachte Wilhelm Keitel auch in die Zusammenarbeit mit Conchita ein. Das Programm »From Vienna with Love« wurde 2017 in der Philharmonie Berlin und in der Laeisz-Halle in Hamburg vor ausverkauftem Hause gespielt und gipfelte im Konzert und der Aufnahme mit dem BBC CONCERT ORCHESTRA in Londons Palladium im April 2018.

Ein ganz neues Aufgabenfeld erschloss sich durch die Zusammenarbeit und die Konzerttourneen mit den Hollywood-Komponisten Hans Zimmer, John Williams und John Powell. In der Konsequenz aus dieser Kooperation übernimmt Wilhelm Keitel die musikalische Leitung der Disney in Concert Tour 2018/2019.

Eine erste Zusammenarbeit mit dem BELARUSSISCHEN RADIO- UND TV-SYMPHONIE-ORCHESTER (RSO Minsk) ergab sich zu Franz Liszts Geburtstag im Oktober 2011 mit dessen Faust Sinfonie und im Februar 2012 mit der Vierten Sinfonie von Johannes Brahms. Nach diesem Konzert ernannte das Orchester Wilhelm Keitel zu seinem Chefdirigenten.

Als Pianist trat Wilhelm Keitel 2012 zum ersten Mal beim Festival in Alamos/Mexiko in Erscheinung. Er begleitete den Bayreuth-Sänger Christian Tschelebiew bei Schuberts Winterreise. Das Konzert wurde live im mexikanischen Rundfunk übertragen. Weitere Konzerte fanden in Stuttgart, Zürich, Schaffhausen und Sofia statt.

Auf persönliche Einladung des Bürgermeisters von Stettin dirigierte Wilhelm Keitel das Neujahrskonzert 2013 u. a. mit Werken von Bernstein und Piazzolla in der Stettiner Philharmonie.

Eine ganz neue Erfahrung mit zeitgenössischer Musik ergab sich durch den Kontakt mit Gloria Bruni anlässlich ihres Kompositionsauftrags zum 275. Geburtstag der Hamburger Freimaurer-Loge »Absalom zu den drei Nesseln«. Bei der Uraufführung ihrer Sinfonie No. 1 Ring-Parabel im September 2012 in der ausverkauften Laeiszhalle spielten die Hamburger Sinfoniker unter der Leitung von Wilhelm Keitel. Es sangen die Chorknaben Uetersen, die Mezzo-Sopranistin Deborah Humble und der Bass-Bariton Christian Tschelebiew.

Dieses Konzert wurde im Mai 2013 in Istanbul im Anadolu Auditorium mit dem RSO Minsk wiederholt. Wie aktuell der in der Sinfonie vertonte Begriff der Toleranz auch heute noch ist, belegten eindrücklich die gleichzeitig ausbrechenden Unruhen am Taksim-Platz. Eine weitere Wiederholung des Werkes fand im Februar 2014 aus Anlass der Verleihung des Lessing-Preises im Thalia-Theater in Hamburg statt.

Die enge Freundschaft mit Gloria Bruni belegen auch die Aufführungen ihres Requiem in Minsk und Polotsk anlässlich des Gedenktages der Katastrophe von Tschernobyl. Diese Konzerte wurden von Rundfunk und Fernsehen aufgezeichnet.